Meine 5 besten Tipps, wie Du mit dem Visualisieren starten kannst

Wie Du besser präsentieren, moderieren, mediieren, lehren oder coachen kannst,  in dem Du Deine Aussagen und Ideen oder die Deiner Kund:innen durch Visualisierung unterstützt und dabei z.B. ein Flipchart, Whiteboard oder Tablet sinnvoll nutzt1 

Du bist bereit für bessere Ergebnisse? Ich zeige dir in diesem Beitrag, wie du Ideen & Prozesse visualisieren kannst und wie dir eine kreative Zusammenarbeit hilft.

Hier kommen meine 5 Tipps, wie Du in Deinen Präsentationen, Moderationen, Mediationen, Coachings oder ganz einfach durch gezielte Visualisierungen Gesagtes treffsicher in Gehirnen verankerst (und gleichzeitg mehr Sicherheit in deinem Auftreten erreichst).

Wozu dient Visualisieren?

Kennst Du das? Ein Trainer steht vor der Gruppe und redet und es geht bei Dir ins linke Ohr rein und aus dem rechten wieder raus? Oder Du hast Dir endlich mal eine Coachingsession geleistet und weißt gar nicht mehr so recht, wie Ihr auf die Lösungsansätze gekommen seid und Du würdest das ganze nochmal gerne Revue passieren lassen? Oder aus dem letzten Teammeeting sind so faszinierende Ideen entstanden, aber Du hast nicht unbedingt Lust Dir jetzt nochmal die Minutes durchzulesen…

 

Wäre es nicht schön, jemand hätte die Session oder das Meeting aufge”zeichnet”. Oder ein Trainer würde mit visuellen Methoden den Wissenstransfer unterstützen. Achja, …

 

Für Dich selbst, Deine Inhalte und Deine Kunden muss das kein Traum bleiben, denn Du kannst mit einfachen Mitteln, Deine Inhalte  treffsicherer, verständlicher und nachhaltiger gestalten. Dafür bedarf es lediglich ein bisschen Übung.

Egal ob auf dem Flipchart, der Metaplanwand, dem Whtiteboard, dem Tablet, an einer Fensterscheibe oder einem abgerissenen Stück Paoer. Du kannst überall mit dem Visualisieren beginnen.

Visualisierung hilft, einander besser zu verstehen

Der Mensch kann visuelle Daten schneller verarbeiten und reagiert schneller auf sie, als auf jede andere Art von Daten. Wir verarbeiten in unserem Hirn ein Bild 60.000 mal schneller, als einen Text. Über 90% unserer, an das Gehirn gesendeten Informationen, sind visuell. Also ist es eigentlich nur sinnvoll, für mehr Visualisierung in Schule, Beruf und auch im privaten Bereich zu plädieren.

Leider stehen uns selbst oft Glaubenssätze wie “ich kann nicht malen” in Weg, so daß wir gar nicht erst anfangen.

Oft werde ich gefragt, was ich da eigentlich mache, wie ich das mache und ob man das lernen kann. Wenn ich das bejahe folgt die Frage, wo ich das gelernt habe.

Was ich da tue…

Ich visualisiere! Entweder als Facilitator oder als Graphic Recorder – denn wenn viele Menschen mit ihren unterschiedlichen Meinungen, Sichtweisen, Systeme, Prozesse oder Situationen aufeinander treffen, hilft das Visualisieren dabei, einander besser zu verstehen.

Wie ich das tue…

Mit Stift und Papier, auf Kleinformaten wie DIN A4 oder A3, manchmal von einer Dokumentenkamera aufgezeichnet oder live auf eine Leinwand projiziert. Oder in Großformat auf dem Flipchart, einer Graphic Wall oder einfach auf einer Wand, die ich be”zeichnen” darf.

Digital arbeite ich mit dem ipad als Eingangs-Device und das kann dann überall gestreamt, geteilt oder aufgezeichnet werden.

Kann man das lernen?

Klar, habe ich ja auch gelernt. Ich hatte in Kunst nämlich immer eine 4. Eigentlich bin ich Schriftsetzer und Dipl.-Ing. Für Druckereitechnik. Meine agile und systemische Coachingausbildung helfen mir bei Facilitation, Recording und Coaching natürlich ungemein.. 

Die Technik zu erlernen ist einfach, aber es braucht neben der 

  • Fähigkeit gut zuhören zu können und 
  • das Wichtige vom Unwichtigen zu filtern auch
  • ein kleines bisschen Zeichenskills (die aber absolut erlernbar sind – also nur Mut)

 

Die Rollen

Wie du siehst, können Dir Visualisierungen dabei helfen, Workshops besser zu begleiten. Auch wenn Du denkst, dass Du nicht malen kannst, gibt es viele Möglichkeiten, Visualisierung in Deine Arbeit einzubauen und Dir die Vorteile zum Nutzen zu machen.

Lass uns doch mal schauen, welche Rollen es gibt. Und auch, wenn Du sie nicht selbst besetzen kannst oder möchtest, besteht immer noch die Möglichkeit jemand von Extern (zum Beispiel mich 😉 ) dazuzuholen. Vielleicht erkennst Du aber auch  in der ein oder anderen Rolle eine Deiner Stärken. Ich bin Dir gerne behilfllich, Deine Skills in den anderen Gebieten weiter auszubauen.

Visual Facilitator/Graphic Facilitator

Als Visual Faciliitaton/Graphic Facilitation bezeichnet man die visuelle Begleitung durch einen Facilitator durch einen Gruppenprozess. Man könnte diese Rolle auch „visueller Moderator“ nennen. Der Facilitator hat meist eine Coaching- oder Trainerausbildung und animiert durch spielerische, grafische und kreative Elemente diverse Gruppen dazu, verdeckte Muster aufzudecken und diese dann (am besten gemeinsam) zu visualisieren. Das Wissen jedes Einzelnen und die Energie im Raum werden gebündelt, um gemeinschaftliche Ergebnisse zu erzielen. Ein Facilitator ist Gastgeber und dafür verantwortlich, dass der Prozess läuft, sich alle gehört und wertgeschätzt fühlen und eine gute Stimmung in der Gruppe aufgebaut und bewahrt werden kann. Dabei hält er sich mit seiner eigenen Meinung zurück. Eine wichtige, vielschichtige und oft gar nicht so einfache Rolle also.

 

Graphic Recorder/Visual Recorder

Ein Graphic Recorder/Visual Recorder ist  ein stiller Begleiter und für die visuelle Zusammenfassung von Gesprochenem zuständig. Ein Aufnahmegerät und ein objektiver Zuhörer. Der Recorder greift niemals in den Prozess ein. Er zeichnet auf was er hört und versteht. Passt für Teammeeting, Kongresse, Barcamps oder andere Events in denen viele Menschen aufeinander treffen und Meinungen, Sichtweisen, Systeme, Prozesse, Informationen  oder Situationen visuell festgehalten werden müssen. Diese Form des Protokollierens ist besonders hilfreich, wenn mit dem Output in einem späteren Event weitergearbeitet werden soll und sich alle Teilnehmer die letzte Session noch einmal in Erinnerung rufen möchten, bzw. neue Teilnehmer mit den vergangenen Ergebnissen weiterarbeiten müssen.

Sketchnoter

Ein Sketchnoter fertigt handgeschriebene Notizen an (in erster Priorität für sich selbst), um Wissen besser zu verankern. Das können Vorlesungen, Unterrichtsinhalte, TED Talks, Meeting Inhalte, Bücher, Serien, Kochrezepte, o.ä. sein. Die mit einfachsten Zeichnungen versehen Notizen oder Aufzeichnungen werden am Ende über Rahmen und andere verbindende oder trennende Elemente strukturiet und geordnet. Sketchnoter bedienen sich einfacher Icons, die auf die Grundformen Quadrat, Kreis, Strich, Punkt reduziert sind. Hier sprechen Sketchnoter vom visuellen Alphabet und sagen “Wer schreiben kann, der kann auch sketchnoten.”

Meine 5 TIPPS , wie Dir der Start als Faciliator, Recorder oder Sketchnoter auf jeden Fall gelingt

Damit Du in Deinen Präsentationen, Moderationen, Mediationen oder Coachings Gesagtes treffsicher in Gehirnen verankern kannst (und gleichzeitig mehr Sicherheit in deinem Auftreten erreichst) 

Reduziertes Material immer griffbereit - aber welches?

Das ist ein Punkt, den ein Großteil meiner Kursteilnehmer unterschätzt. Auch Dagmar wollte starten und stand ratlos im Laden. Welchen Stift für welchen Strich? In Kurs tauchte sie mit Stiften in Wert von fast 100,– Euro auf. Manche shoppen Stifte und Notebooks, wie Schuhe.  Aber für den Anfang gilt: “Weniger ist mehr!”

Oder bist Du eher der digitale Typ und startest auf dem Tablet? Benötigst Du eine Recording Technik für deine Arbeit in Unternehmen und überlegst, ob ein Flipchart genügt oder doch lieber eine größere Wand?

Was Golfen mit Visualisieren zu tun hat? Naja, erstmal ist man vom Angebot total erschlagen – so ähnlich ging es mir mit meinem ersten bei ebay ersteigerten Golf-Bag. Mittlerweile habe ich nur noch 5 Schläger und komme damit gut über die Runden und kann mich schneller entscheiden 😉 Genauso sieht es in meinem Stiftemäppchen aus.

Mein Tipp: Reduziere das Material auf ein Minimum, egal ob digital oder analog (also ipad/tablet oder Stift/Papier). Denn die Auswahl kostet viel Zeit. Wenn Du  nur 3 Stifte vor Dir liegen hast, wird es einfacher – versprochen.

Hier geht es lang zum Download meiner Materialliste für den Start

Erstes Bild-Vokabular aufbauen

Du möchtest am liebsten sofort anfangen? Dann hilft Dir der Aufbau einer Wort-Bild-Matrix. Lad Dir gerne mein PDF herunter damit Du eine erste Struktur hast.

1) Runterladen und ausdrucken

2) trage zunächst Begriffe zusammen, die Dir in deinem Arbeitsumfeld über den Weg laufen oder aus dem Umfeld stammen, in welchem Du Deine Visualisierungen nutzen möchtest, z.B. Kochen, Bücher, Serien, Uni, Schule, Vokabeln üben, Achtsamkeit, Selfcare, Sport,…

3) Schreibe die Vokabeln in die Quadrate, ganz mini klein, wie eine Bildunterschrift.

4) Erst jetzt mache Dir Gedanken, welches Bild zu verwenden könntest.

Ulrike ist Sachkundelehrerin an einer Grundschule und hat es mit Begrifflichkeiten, wie Erde, Wasser, Luft, etc. relativ einfach. Wenn ich in meiner Funktion als Coach unterwegs bin, benötige ich manchmal Wörter wie Ehrenamt, Gender Gap oder Generalisierung? Upsi! Da wird es schon schwieriger ein schönes Bild zu finden.

Wie ich bei der Bildersuche ganz zielgerichtet vorgehe,  zeige ich Dir in meinem Workshop Be“schreibend” erklären – Visualiserung lernen leicht gemacht

MEIN TIPP: Bediende dich modernster Technik 😉 und nutze das Netz

  • google (“Ehrenamt” + “iconset” oder “clipart”)
  • nutze die Webseite The Noun Project

noch mehr Tipps findest Du bald in meinem Blog-Artikel „Bildideen finden“.

Viel Spaß beim Nachzeichnen.

Perfektion vor die Tür

Du hast Schiss, vor der Gruppe den Stift in die Hand zu nehmen?  Ist es bei Dir auch so, dass immer nur die anderen Ergebnisse visuelle festhalten oder etwas aufschreiben?

Dann geht es Dir genauso, wie Anna-Lena, die als Product Owner bei einem Handelsunternehmen arbeitet. Sie dachte immer, sie kann nicht visualisieren (Glaubenssatz: “Ich kann nicht malen”). Immer wieder überließ sie in der Vergangenheit bereitwillig anderen den Stift. Damit ist jetzt Schluß.

Nach unserem firmeninternen Visualisierungs-Workshop schrieb sie mir begeistert: “Du hattest Recht! Es ist völlig zweitrangig, wie es aussieht. Der Inhalt zählt. Durch meine Zeichnung habe ich bei allen ein Schmunzeln geerntet, was das Eis gleich zu Anfang gebrochen hat. Alle waren begeistert von meiner Struktur und der Ordnung auf dem Board. Danke!” Danke Anna-Lena, so ein Feedback macht mich einfach nur glücklich.

MEIN TIPP: Machs wie Anna-Lena und starte mit einem Einführungskurs. Der muss nicht online oder in Präsenz stattfinden. Ich empfehle auch gerne die Bücher von Mister Maikel

 “Sketchnotes – Dein Workshop”

Die Sketchnotes Challenge mit Mister Maikel

Sketchnotes – Dein Übungsbuch mit Mister Maikel

 

Einfach anfangen

“Du musst nicht großartig sein, um anzufangen. Aber du musst anfangen, um großartig zu werden.”

ZIG ZIGLAR

Was für ein tolles Zitat und eigentlich muss ich dem gar nichts hinzufügen. Aber wir haben alle in uns diese Angst vor dem weißen, unberührtem Papier? Als Graphikerin habe ich die übrigens auch vor dem großen, leeren, unberührten InDesign Dokument 🙂 Auch alte Visualisierungs-Hasen berichten von dem “Respekt vor dem ersten Strich” oder dem Imposter-Syndrom, bei dem wir uns fragen, ob wir das, was wir da tun, überhaupt können (obwohl wir es natürlich ganz prima können).

Der erste Strich fällt schwer. Aber mit der richtigen Vorbereitung kann dir nix passieren. Headlines oder Keyvisuals kannst Du zum Beispiel ohne weiteres vorbereiten, so daß schon ein erster Strich auf dem Papier ist, bevor DU überhaupt anfängst. Und natürlich hast Du Deine vorbereitete Wort-Bild-Matrix als “Anker” und Spickzettel neben Dir liegen.

Also los. Stifte bereitlegen, Wort-Bild-Matrix ausdrucken, deine Vokabeln vorbereiten und ab geht’s

TIPP: Meine Icon-Sammlung habe ich im Übrigen ausgelagert und sammel diese jetzt auf Flashkarten, weil ich die alphabetische Sortierung immer wieder aktualisieren kann. Irgendwann wurden mir die A4 Zettel einfach zu unübersichtlich.

üben, üben, üben

Um Sciherheit zu gewinnen und schneller zu werden, solltest Du so oft wie möglich Deine Vokabeln üben und diese in einem zügigen Schwung zeichnen können.

Damit es nicht langweilig wird, am besten die Menschen stalken, die sich ebenfalls mit Deinen Themen beschäftigen. Von denen könntest Du dann z.B.Podcasts, Youtube Videos oder Bücher visualisieren.

Dein allgemeines visuelles Vokabular kannst Du sehr gut mit kurzen “Wissenshappen” ausbauen, also kurzem, knackigem Content, der uns allen die Welt erklärt. Z.B.:

  • “die Sendung mit der Maus”
  • “Wissen macht Ah” 
  • „logo Kindernachrichten“
  • Podcasts wie “Betreutes Fühlen” (für Mediatoren/Coaches/Psychologen), “die kleine Pause” (für Lehrer) oder  
  • diversen TED talks zu deinen relevanten Themen

Oder aber Du zeichnest Einkaufszettel, Kochrezepte, Buchzusammenfassungen oder Netflix-Serien.

Be”schreibend” erklären – Visualisierung lernen leicht gemacht

Als Initialzündung bin ich Dir gerne eine kompetente Begleitung.

Melde Dir schnell zu meinem Online Workshop “Be”schreibend” erklären/Visualisierung lernen leicht gemacht  an und starte in eine neue, visuelle, leicht verständliche Welt.

Ich freu mich auf Dich

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